Eine Botschaft von Troy Anthony Davis an die Solidaritätsbewegung, geschrieben am 10. September 2011
Ich möchte euch allen für euern Einsatz und euer Engagement für die Menschenrechte und für eure menschliche Wärme danken. Im letzten Jahr habe ich so viel Emotionen, Freude, Traurigkeit und unendliches Vertrauen erfahren. Es liegt an euch allen, dass ich heute noch lebe. Wenn ich meine Schwester Martina ansehe, bin ich beglückt über die Liebe, die sie mir schenkt, und natürlich mache ich mir Sorgen um sie und ihre Gesundheit, aber sie sagt, dass sie meine große Schwester ist und nicht klein beigeben wird in diesem Kampf zur Rettung meines Lebens und der Welt beweisen wird, dass ich unschuldig bin an diesem schrecklichen Verbrechen.
Wenn ich mir meine Post von überall auf der Welt ansehe – von Orten, die kennen zu lernen ich im Traum nicht geglaubt hätte, und von Leuten, die Sprachen sprechen und Kulturen und Religionen zum Ausdruck bringen, von denen ich nur hoffen kann, sie eines Tages persönlich zu erleben –, dann macht mich die überwältigende und überströmende Freunde, die mein Herz erfüllt, demütig.
Mir fehlen die Worte für die aufgewühlten Emotionen, die mich erfassen, wenn ich versuche, die Kraft, die ihr alle mir gegeben habt, zu beschreiben. Sie stärkt meine Überzeugung und zeigt mir erneut, dass es bei diesem Fall nicht um die Todesstrafe geht, nicht um Troy Davis, sondern um Gerechtigkeit und den menschlichen Geist, der will, dass die Gerechtigkeit siegt.
Ich kann nicht alle eure Briefe beantworten, aber ich lese sie alle, ich kann nicht jeden von euch sehen, aber ich kann mir eure Gesichter vorstellen. Ich kann euch nicht sprechen hören, aber eure Briefe tragen mich in Gedanken in die entferntesten Regionen der Welt. Ich kann euch nicht körperlich berühren, aber ich spüre eure Wärme an jedem Tag, an dem ich existiere.
Deshalb Dank an euch, und vergesst nicht, dass ich an einem Ort bin, an dem die Hinrichtung nur deinen Körper zerstören kann, aber durch meinen Glauben an Gott, an meine Familie und an euch alle war ich für einige Zeit geistig frei, und egal was auch in den kommenden Tagen und Wochen geschehen mag, muss diese Bewegung zur Abschaffung der Todesstrafe, zur Schaffung wahrhafter Gerechtigkeit, zur Entlarvung eines Systems, das beim Schutz der Unschuldigen versagt, verstärkt werden.
Es gibt noch viele Troy Davis’. Der Kampf zur Abschaffung der Todesstrafe wird durch mich nicht gewonnen oder verloren, sondern durch unsere Stärke und indem wir voranschreiten und jeden Unschuldigen, der irgendwo auf der Welt eingesperrt ist, retten. Wir müssen dieses Unrechtssystem Stadt für Stadt, Staat für Staat und Land für Land beseitigen.
Ich kann es nicht erwarten, bei euch zu sein, sei es in physischer oder spiritueller Form und werde eines Tages verkünden:
»ICH BIN TROY DAVIS, und ICH BIN FREI!«
Gebt niemals den Kampf für Gerechtigkeit auf! Wir werden siegen!
Troy Davis
http://www.amnesty.de/2011/9/8/usa-bundesstaat-georgia-setzt-hinrichtungstermin-fuer-troy-davis-fest
http://de.wikipedia.org/wiki/Troy_Davis
http://troyanthonydavis.org/
Mittwoch, 21. September 2011
Die letzten Opfer Hitlers
"Klar, Deutsche verstehen nicht, dass die Palästinenser tatsächlich die letzten Opfer Hitlers sind, denn ohne Hitler gäbe es keinen jüdischen Staat. Eure jüngere Generation versteht nicht, dass die Palästinenser gewiss Opfer einer Nazi-ähnlichen Ideologie sind, die sowohl rassistisch als auch expansionistisch ist." (Gilad Atzmon, jüdisch-britischer Musiker und Schriftsteller)
Montag, 19. September 2011
Kriegspropaganda - As good as before
"Als nächstes wird der Staatsmann billige Lügen erfinden, die die Schuld der angegriffenen Nation zuschieben, und jeder Mensch wird glücklich sein über diese Täuschungen, die das Gewissen beruhigen. Er wird sie eingehend studieren und sich weigern, Argumente der anderen Seite zu prüfen. So wird er sich Schritt für Schritt selbst davon überzeugen, dass der Krieg gerecht ist und Gott dafür danken, dass er nach diesem Prozess grotesker Selbsttäuschung besser schlafen kann."
Mark Twain - 'Der geheimnisvolle Fremde'
Mark Twain - 'Der geheimnisvolle Fremde'
Freitag, 16. September 2011
Auf nach Bonn gegen die Kriegs-Konferenz!
Klasse gegen Klasse – Krieg dem imperialistischen Krieg
Am 5. Dezember findet in Bonn die so genannte Afghanistankonferenz statt. Die Friedensbewegung, linke und revolutionäre Gruppen und Initiativen nehmen dieses Treffen zum Anlass, um gegen den Krieg in Afghanistan auf die Straße zu gehen und deutlich zu machen, dass die Truppen sofort und bedingungslos abziehen müssen. Wir mobilisieren auch nach Bonn und haben dazu einen gemeinsamen Aufruf verfasst.
Aufruf von [3A]*Revolutionäres Bündnis
Vor zehn Jahren am 7. Oktober 2001 begannen die US-Streitkräfte mit der Bombardierung Afghanistans. Die Bundeswehr beteiligt sich seit Ende 2001 an dem Kriegseinsatz. Vor zehn Jahren tagte die erste Afghanistan-Konferenz im Gästehaus der Bundesrepublik Deutschland auf dem Petersberg bei Bonn. Dort wurde Hamid Karzai als Präsident des Landes am Hindukusch eingesetzt. Zehn Jahre später, am 5. Dezember 2011, treffen sich die Kriegsherren und ihre afghanischen Verbündeten erneut in Bonn. Dazwischen liegen zehn Jahre Krieg, Zerstörung und endloses Leid für die afghanische Bevölkerung. Gegen diese Kriegskonferenz rufen bundesweit die Friedensbewegung sowie linke und revolutionäre Gruppen und Initiativen zu Protesten auf.
Aufruf für Frieden in Nahost
Erklärung
Zusammengehen - um Besatzung und Rassimus zu beenden, um den Kampf des palästinensischen Volkes zur Erringung seiner nationalen Rechte zu unterstützen und gegen nationale und soziale Unterdrückung.
Angesichts der ermutigenden Entwicklungen im Nahen Osten, der Welle von sozialen Protesten und des Erwachens des Kampfes der Völker für Freiheit und um das Recht auf ein Leben in Würde, lebt das palästinensische Volk weiterhin trotz seines hartnäckigen und anhaltenden Freiheitskampfes unter dem Joch der israelischen Besatzung. Die inter-
nationale Gemeinschaft ihrerseits zeigt ihre Hilflosigkeit und greift nicht ein, um den palästi-
nensischen Kampf für Befreiung und Gerechtigkeit zu unterstützen.
nationale Gemeinschaft ihrerseits zeigt ihre Hilflosigkeit und greift nicht ein, um den palästi-
nensischen Kampf für Befreiung und Gerechtigkeit zu unterstützen.
Die Protestbewegungen und der in der arabischen Welt wehende Wind des Wandels haben in der ganzen Welt Aufregung unter den Freiheitssuchenden erzeugt und viele von ihnen ermutigt, diese Modelle des Volkskampfes zu übernehmen. Diese Protestbewegungen haben einen tiefen Einfluss auf die verschiedenen Gruppen in Israels, sowohl unter Juden, als auch unten den Palästinensern, gehabt. Und sie haben einen wichtigen Beitrag zum Aufkommen der Protestbewegung des Volkes in Israel für soziale Gerechtigkeit geleistet.
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