Freitag, 29. Juli 2011
Wort zum Samstag
"Diese neuen Nazi-Parteien, ganz egal, wie sie heißen und wie sie sich verbrämen, diese Parteien in ganz Europa, in Skandinavien, in Frankreich, in Italien, in Holland und überall, sind eine Riesengefahr für Europa." Die europäischen Rechtsparteien haben den Antisemitismus durch die Islamophobie ersetzt. Läßt man sie gewähren, dann beschreite man eine Entwicklung, wie in Deutschland in der ausgehenden Weimarer Republik. "Das ist ein Vorgang, den man noch ganz am Anfang ersticken muss." (Uri Avnery)
Donnerstag, 28. Juli 2011
WeekendExtremCooking
Indisch-Griechische-Spinatsoße auf Thainudeln(*)
Eine große Zwiebel und eine große, scharfe Knoblauchzwiebel klein schneiden und in etwas Olivenöl glasig anbraten, mit einem Becherchen Gemüsebrühe ablöschen, eine Dose Kokosmilch oben drauf und das ganze einmal mit ein paar geschälten (zur Not tun´s auch passierte) Tomaten aufköcheln lassen. Dann mindestens einen guten Esslöffel Tanduri-Paste untermischen und gut verrühren. Jetzt kommt der Spinat dazu – ich empfehle Bio-Blattspinat, den gibt es sogar für relativ günstig bei Aldi, inner Tüte. Würzen mit Muskatnuss (Vorsicht!), Pfeffer, ggf. noch etwas Brühe und wer´s scharf mag: Natürlich getrockneten Chili-Schoten. Kurz vor Ende habe ich noch einen Block Schafkäse in Würfel und ein paar frische EHEC-Tomaten in Viertel geschnitten und beigemischt sowie parallel eine Packung Mie-Nudeln in kochendes Salzwasser geworfen.
Fertig. Dauert alles in allem knapp 40 Minuten, ist nicht zu teuer, schmeckt wie Hulle, hat nicht soo viel Kalorien und kann ziemlich flexibel variiert werden.
(*)geklaut beim Kartoffelpunk
Ein schönes Wochenende euch allen :-)
Dienstag, 26. Juli 2011
Terror...? Trotzdem nachdenken!
In Anbetracht der tragischen Ereignisse vom letzten Wochenende in Norwegen möchte ich auf einen Artikel verweisen, denn ich via "kritische-massen" auf dem "Opa - Blog" fand.
"Der Terrorakt, wie der gewöhnliche Terror selbst, zielt auf das Denken. Zerstörung des Denkens.
Dabei ist es zweitrangig, ob der Terrorakt durch einen vom (sozial bedingten) Wahn getriebenen Einzelnen ausgeführt wird, wie das im Fall des norwegischen Massenmörders zu sein scheint, oder ob er verübt wird von Menschen, die mehr oder weniger direkt von Organisationen bis hin zu staatlichen Geheimdiensten geführt werden und im entsprechend präparierten Umfeld handeln, wie das im Fall von 9/11 wahrscheinlich ist.
Die privatisierte Macht über die Allgemeinheit kann auf Terror nicht verzichten, weil nur so die Chance besteht, kritisches Denken und darauf fußenden Widerstand dauerhaft zu zerstören.
Der gewöhnliche Terror zumindest in den westlichen Kulturländern funktionierte und funktioniert oftmals unblutig, doch auch er braucht den jederzeit intakten, "innigen" Bezug zum mörderischen Terrorakt. Die Krise des atlantischen Kapitalismus und die sich abzeichnende Krise des Weltkapitalismus veranlaßt die Machthaber zunehmend zur Integration des unverhüllten Terrors in den Alltag. Das ist Einfügung von Elementen des Faschismus in unser gewöhnliches Leben, Beispiele: Guantanamo, Folter und Liquidierung von Menschen, sowie die "aus der Mitte der Gesellschaft" geäußerte und akzeptierte Freude darüber. Dieser Prozeß wird schrittweise vorangetrieben. Es gibt auch retardierende Momente. In jedem Fall wird er getragen von einem hochkomplexen dynamischen System der Herrschaftssicherung im 21. Jahrhundert. In ihm spielen die endlos fließenden Absonderungen diverser Schreibtische und Redaktionen eine zentrale, absolut unverzichtbare Rolle. Sie werden aber zunehmend mit Formen der Propaganda 2.0 verquickt.
Der Terrorakt findet seinen Abschluß und seine Vollendung in landesweiten Märschen Hunderttausender, die in hilfloser Trauer eine weiße Rose tragen und mit bitterem Gefühl stehen und von ernsten Gedanken erfüllt heimgehen. Im medialen Weihrauch stinkt der Sieg des Terrors gen Himmel."
Meine persönliche Meinung ist, daß Teile des herrschenden Establishments des Westens angesichts der sich permanent verstärkenden allseitigen Krisenerscheinungen innerhalb des kapitalistischen Systems die Praktizierung einer Strategie der Spannung, ähnlich der Ereignisse im Italien der 70-er Jahre, für opportun halten könnten. Das Ergebnis wäre eine schleichende Faschisierung des "Westens" mit grauenhaften Folgen für uns alle.
Die unterschiedlichen Krisenherde (Ökologie, Klima, Ressourcen, Energie, Finanzwesen, demokratische Verfaßtheit, Gesundheitsvorsorge und -versorgung, Bildungswesen, Massenarbeitslosigkeit und Verarmung breiter Bevölkerungsschichten) verschmelzen mehr und mehr zu einer permanenten Krise aller Bereiche des menschlichen Lebens.
Die Regulierungs- und Interventionsmöglichkeiten innerhalb der Handlungsgrenzen des bürgerlich-parlamentarischen Sytems sowie der ihm zu Grunde liegenden kapital- und profitorientierten ökonomischen Basis, kurz gesagt die Handlungsspielräume der herrschenden Eliten, verringern sich atemberaubend schnell von Jahr zu Jahr.
Der Völkerrechtsnihilismus sowie der permanente Kriegszustand nach außen scheinen jetzt ihre innenpolitische Entsprechung zu finden. Dem gilt es Widerstand entgegenzusetzen, einen Widerstand der letztlich in die Entwicklung, Umsetzung und Gestaltung eines neuen gesellschaftlichen Modells notwending münden muß, bei Strafe des Untergangs der menschlichen Zivilisation. Wir nähern uns mehr und mehr einem Point of No Return, der sich mit drei Worten nicht passender umschreiben lässt: Sozialismus oder Barbarei! "
„Wir stehen heute, genau wie Friedrich Engels vor vierzig Jahren voraussagte, vor der Wahl: entweder Triumph des Imperialismus und Untergang jeglicher Kultur, wie im alten Rom, Entvölkerung, Verödung, Degeneration, ein großer Friedhof; oder Sieg des Sozialismus, d. h. der bewussten Kampfaktion des internationalen Proletariats gegen den Imperialismus und seine Methode: den Krieg. Dies ist ein Dilemma der Weltgeschichte, ein Entweder - Oder, dessen Waagschalen zitternd schwanken vor dem Entschluss des klassenbewussten Proletariats.“ (Rosa Luxemburg 1915)
(sw)
"Der Terrorakt, wie der gewöhnliche Terror selbst, zielt auf das Denken. Zerstörung des Denkens.
Dabei ist es zweitrangig, ob der Terrorakt durch einen vom (sozial bedingten) Wahn getriebenen Einzelnen ausgeführt wird, wie das im Fall des norwegischen Massenmörders zu sein scheint, oder ob er verübt wird von Menschen, die mehr oder weniger direkt von Organisationen bis hin zu staatlichen Geheimdiensten geführt werden und im entsprechend präparierten Umfeld handeln, wie das im Fall von 9/11 wahrscheinlich ist.
Die privatisierte Macht über die Allgemeinheit kann auf Terror nicht verzichten, weil nur so die Chance besteht, kritisches Denken und darauf fußenden Widerstand dauerhaft zu zerstören.
Der gewöhnliche Terror zumindest in den westlichen Kulturländern funktionierte und funktioniert oftmals unblutig, doch auch er braucht den jederzeit intakten, "innigen" Bezug zum mörderischen Terrorakt. Die Krise des atlantischen Kapitalismus und die sich abzeichnende Krise des Weltkapitalismus veranlaßt die Machthaber zunehmend zur Integration des unverhüllten Terrors in den Alltag. Das ist Einfügung von Elementen des Faschismus in unser gewöhnliches Leben, Beispiele: Guantanamo, Folter und Liquidierung von Menschen, sowie die "aus der Mitte der Gesellschaft" geäußerte und akzeptierte Freude darüber. Dieser Prozeß wird schrittweise vorangetrieben. Es gibt auch retardierende Momente. In jedem Fall wird er getragen von einem hochkomplexen dynamischen System der Herrschaftssicherung im 21. Jahrhundert. In ihm spielen die endlos fließenden Absonderungen diverser Schreibtische und Redaktionen eine zentrale, absolut unverzichtbare Rolle. Sie werden aber zunehmend mit Formen der Propaganda 2.0 verquickt.
Der Terrorakt findet seinen Abschluß und seine Vollendung in landesweiten Märschen Hunderttausender, die in hilfloser Trauer eine weiße Rose tragen und mit bitterem Gefühl stehen und von ernsten Gedanken erfüllt heimgehen. Im medialen Weihrauch stinkt der Sieg des Terrors gen Himmel."
Meine persönliche Meinung ist, daß Teile des herrschenden Establishments des Westens angesichts der sich permanent verstärkenden allseitigen Krisenerscheinungen innerhalb des kapitalistischen Systems die Praktizierung einer Strategie der Spannung, ähnlich der Ereignisse im Italien der 70-er Jahre, für opportun halten könnten. Das Ergebnis wäre eine schleichende Faschisierung des "Westens" mit grauenhaften Folgen für uns alle.
Die unterschiedlichen Krisenherde (Ökologie, Klima, Ressourcen, Energie, Finanzwesen, demokratische Verfaßtheit, Gesundheitsvorsorge und -versorgung, Bildungswesen, Massenarbeitslosigkeit und Verarmung breiter Bevölkerungsschichten) verschmelzen mehr und mehr zu einer permanenten Krise aller Bereiche des menschlichen Lebens.
Die Regulierungs- und Interventionsmöglichkeiten innerhalb der Handlungsgrenzen des bürgerlich-parlamentarischen Sytems sowie der ihm zu Grunde liegenden kapital- und profitorientierten ökonomischen Basis, kurz gesagt die Handlungsspielräume der herrschenden Eliten, verringern sich atemberaubend schnell von Jahr zu Jahr.
Der Völkerrechtsnihilismus sowie der permanente Kriegszustand nach außen scheinen jetzt ihre innenpolitische Entsprechung zu finden. Dem gilt es Widerstand entgegenzusetzen, einen Widerstand der letztlich in die Entwicklung, Umsetzung und Gestaltung eines neuen gesellschaftlichen Modells notwending münden muß, bei Strafe des Untergangs der menschlichen Zivilisation. Wir nähern uns mehr und mehr einem Point of No Return, der sich mit drei Worten nicht passender umschreiben lässt: Sozialismus oder Barbarei! "
„Wir stehen heute, genau wie Friedrich Engels vor vierzig Jahren voraussagte, vor der Wahl: entweder Triumph des Imperialismus und Untergang jeglicher Kultur, wie im alten Rom, Entvölkerung, Verödung, Degeneration, ein großer Friedhof; oder Sieg des Sozialismus, d. h. der bewussten Kampfaktion des internationalen Proletariats gegen den Imperialismus und seine Methode: den Krieg. Dies ist ein Dilemma der Weltgeschichte, ein Entweder - Oder, dessen Waagschalen zitternd schwanken vor dem Entschluss des klassenbewussten Proletariats.“ (Rosa Luxemburg 1915)
(sw)
Freitag, 22. Juli 2011
Über kommunistischen Antikommunismus
Sehr interessant auch folgender Artikel, entnommen dem "Kritische Massen" - Blog von Sepp Aigner, dem ich von ganzem Herzen zustimme. Ein fundierter Klassenstandpunkt ist eben unverzichtbar bei der Analyse der Gegenwart und einer daraus resultierenden revolutionären Strategie und Praxis.
In den Politischen Thesen haben führende DKP-Genossinnen und -Genossen festgestellt, dass das Leben ein Lernprozess ist, der Klassenkampf zumal. Das ist nicht so ganz neu. Neu daran ist nur, das als etwas Neues hinzustellen. Die Kommunisten sprechen seit jeher von der Schule des Klassenkampfs und handeln auch nicht selten danach. Das hilft ihnen nichts. Sie müssen jetzt endlich lernen, was sie schon immer gemacht haben. Lehren und Lernen schliessen einander nicht aus, sondern seien bloss verschiedene Aspekte des selben Prozesses, nämlich zu versuchen, die Welt zu verstehen. Dafür sei sogar die "geistige Arbeit der ganz konkreten Menschen" erforderlich, erfahren wir in den Politischen Thesen, und dass der Frontalunterricht veraltet ist. Gut, Genossinnen und Genossen, es kann ja nichts schaden, wieder einmal aufzuschreiben, was seit hundert Jahren gedacht und gemacht wird.
Schweizer Politiker misstrauen der offiziellen Version zu 9/11
Als Lektüre zum Wochenende möchte ich diesen lesenswerten Artikel der Baseler Zeitung meiner verehrten Leserschaft ans Herz legen.
Vor dem 10. Jahrestag der Terrorattacken auf die New Yorker Zwillingstürme haben Verschwörungstheorien im Internet Hochkonjunktur. So auch in der Schweiz: Auf der vor wenigen Tagen aufgeschalteten Website www.911untersuchen.ch fordern Politiker, Wissenschaftler und Medienleute eine neue Untersuchung der Anschläge vom 11. September. Die bisherigen Berichte hätten keine Klärung gebracht.
Die Berner Alt-Regierungsrätin Dori Schaer etwa schreibt in einem Statement, es sei offen, ob die US-Regierung die Anschläge vom 11. September bewusst nicht vermieden oder gar inszeniert hätten. Die Vorstellung, dass die Bush-Regierung fast 3000 Landsleute geopfert haben könnte, um ihre politischen Ziele zu erreichen, hält sie zwar für ungeheuerlich, aber offenbar nicht für abwegig – und das, obschon offizielle Untersuchungen keine Belege für diese abenteuerlichen Spekulationen liefern.
Auch der grüne Berner Nationalrat Alec von Graffenried sagt, er traue der Bush-Regierung praktisch alles zu. «Darum muss es erlaubt sein, kritische Fragen zu stellen, ohne dass man in die Ecke der Verschwörungstheoretiker gestellt wird.» Wie Parteikollege Geri Müller, Nationalrat aus dem Aargau, unterstützt er die Online-Aktion.
Vor dem 10. Jahrestag der Terrorattacken auf die New Yorker Zwillingstürme haben Verschwörungstheorien im Internet Hochkonjunktur. So auch in der Schweiz: Auf der vor wenigen Tagen aufgeschalteten Website www.911untersuchen.ch fordern Politiker, Wissenschaftler und Medienleute eine neue Untersuchung der Anschläge vom 11. September. Die bisherigen Berichte hätten keine Klärung gebracht.
Die Berner Alt-Regierungsrätin Dori Schaer etwa schreibt in einem Statement, es sei offen, ob die US-Regierung die Anschläge vom 11. September bewusst nicht vermieden oder gar inszeniert hätten. Die Vorstellung, dass die Bush-Regierung fast 3000 Landsleute geopfert haben könnte, um ihre politischen Ziele zu erreichen, hält sie zwar für ungeheuerlich, aber offenbar nicht für abwegig – und das, obschon offizielle Untersuchungen keine Belege für diese abenteuerlichen Spekulationen liefern.
Auch der grüne Berner Nationalrat Alec von Graffenried sagt, er traue der Bush-Regierung praktisch alles zu. «Darum muss es erlaubt sein, kritische Fragen zu stellen, ohne dass man in die Ecke der Verschwörungstheoretiker gestellt wird.» Wie Parteikollege Geri Müller, Nationalrat aus dem Aargau, unterstützt er die Online-Aktion.
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