Mittwoch, 12. Oktober 2011

Den politischen Streik durchsetzen!

Politischer Streik: Keine Rechts- sondern eine Machtfrage 

Die Kollegen der Druckerei des Süddeutschen Verlags führten jahrelang bei vielen Demonstrationen ein Transparent mit sich: "Für den Generalstreik!" Unter dem Eindruck der Streiks in Frankreich, Italien, Griechenland usw. gab es die Stimmung vieler Kolleginnen und Kollegen wieder - aber eine große Wirkung hatte das Transparent dennoch nicht. Denn politische Streiks sind keine separate Strategie oder eine besondere Klassenkampfmethode, sie sind nie ein Ziel für sich, sondern sie sind ein Instrument für inhaltliche Ziele, d.h. die Zuspitzung einer breiten Massenmobilisierung eines Kampfes für eine bestimmte Forderung. Und da liegt der Hase im Pfeffer - in Deutschland wird am wenigstens gestreikt in Europa: es fielen zwischen 2000 und 2007 im Durchschnitt 5 Arbeitstage jährlich pro Tausend Beschäftigten aus. In Frankreich liegt dieser Wert bei 103 Arbeitstagen, in Spanien bei 173. Und es sind auch nur tarifliche Ziele, für die gestreikt wird. Dem politischen Streik wird etwas Aufrührerisches angeheftet - er ist ja gegen den Staat, den Gesetzgeber gerichtet. Bis tief in die Gewerkschaften hinein gilt er als illegitim. Er wurde schließlich in der Novemberrevolution durchgesetzt, die ohne politische Massenstreiks nicht denkbar war. Und die schon 2 Jahre später durch den Generalstreik verteidigt werden musste gegen die Kapp-Putschisten.


Montag, 10. Oktober 2011

That's it, was democracy looks like

Die nord-atlantische Terrororganisation NATO und ihre NTC-Puppen setzen das Blutbad in der libyschen Küstenstadt Sirte auch heute fort.

Nachdem die NATO die Einwohner der Stadt über ein halbes Jahr lang nahezu täglich aus der Luft bombardiert hat, und dabei außer öffentlichen Gebäuden, Wohnhäuser, Moscheen und Krankenhäusern auch sämtliche schweren Waffen zerstört hat, mit denen sich die Einwohner von Sirte die NTC-Puppen auf Distanz halten konnten, konnten die NTC-Puppen die Stadt Sirte mit schweren Artilleriegeschossen terrorisieren, die sie aus mehreren Dutzend Kilometer Entfernung in die Stadt schossen. Weit mehr als Tausend Menschen vielen dem Bombenterror von NATO und NTC in Sirte allein in den letzten Wochen zum Opfer. Am Freitag ließ die NATO ihre NTC-Puppen dann zum wiederholten Mal verkünden, sie würden einen Großangriff auf Sirte beginnen, um in Sirte die Puppenfahne zu hissen und im Auftrag der NATO den totalen Sieg über die Bevölkerung Libyens zu erklären.

Libysches Blut ist billig. Für das Vergießen von libyschem Blut muss kein NATO-Verbrecher befürchten, zur Rechenschaft gezogen zu werden, auch wenn sie Hunderttausende von Menschen zerstören, genauso wenig wie für das Blut von Afghanen oder Irakern. Während die NATO-Verbrecher bei ihren Kriege gegen Afghanistan und Irak Kritik ausgesetzt sind, weil neben dem Blut Hunderttausender Einheimischer auch das Blut einiger teurer Herrenmenschen der NATO vergossen wird, stört sich niemand daran, wenn in Libyen von der NATO bewaffnete gewaltfreudige Hooligans ihr Leben lassen, die als Lohn nichts weiter erhalten als ein paar Schwarze aufhängen, köpfen und zerstückeln, überfallene Ortschaften plündern und eroberte Frauen vergewaltigen zu dürfen.

Datagate - Chaos Computer Club analysiert Staatstrojaner

Der Chaos Computer Club (CCC) hat eine eingehende Analyse staatlicher Spionagesoftware vorgenommen. Die untersuchten Trojaner können nicht nur höchst intime Daten ausleiten, sondern bieten auch eine Fernsteuerungsfunktion zum Nachladen und Ausführen beliebiger weiterer Schadsoftware. Aufgrund von groben Design- und Implementierungsfehlern entstehen außerdem eklatante Sicherheitslücken in den infiltrierten Rechnern, die auch Dritte ausnutzen können.
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Nicht erst seit das Bundesverfassungsgericht die Pläne zum Einsatz des Bundestrojaners am 27. Februar 2008 durchkreuzte, ist von der unauffälligeren Neusprech-Variante der Spionagesoftware die Rede: von der "Quellen-TKÜ" ("Quellen-Telekommunikations-
überwachung"). Diese "Quellen-TKÜ" darf ausschließlich für das Abhören von Internettelefonie verwendet werden. Dies ist durch technische und rechtliche Maßnahmen sicherzustellen.

Der CCC veröffentlicht nun die extrahierten Binärdateien [0] von behördlicher Schadsoftware, die offenbar für eine "Quellen-TKÜ" benutzt wurde, gemeinsam mit einem Bericht zum Funktionsumfang sowie einer Bewertung der technischen Analyse. [1] Im Rahmen der Analyse wurde vom CCC eine eigene Fernsteuerungssoftware für den Behörden-Trojaner erstellt.

Die Analyse des Behörden-Trojaners weist im als "Quellen-TKÜ" getarnten "Bundestrojaner light" bereitgestellte Funktionen nach, die über das Abhören von Kommunikation weit hinausgehen und die expliziten Vorgaben des Verfassungsgerichtes verletzen. So kann der Trojaner über das Netz weitere Programme nachladen und ferngesteuert zur Ausführung bringen. Eine Erweiterbarkeit auf die volle Funktionalität des Bundestrojaners – also das Durchsuchen, Schreiben, Lesen sowie Manipulieren von Dateien – ist von Anfang an vorgesehen. Sogar ein digitaler großer Lausch- und Spähangriff ist möglich, indem ferngesteuert auf das Mikrophon, die Kamera und die Tastatur des Computers zugegriffen wird.

Es ist also nicht einmal versucht worden, softwaretechnisch sicherzustellen, daß die Erfassung von Daten strikt auf die Telekommunikation beschränkt bleibt, sondern – im Gegenteil – die heimliche Erweiterung der Funktionalitäten der Computerwanze wurde von vorneherein vorgesehen.

Freitag, 7. Oktober 2011

Düstere Zukunftsaussichten

In letzter Zeit mehren sich die Anzeichen, daß unsere HERRschenden beginnen, sich ernsthafte Gedanken über alternative Methoden zur HERRschaftssicherung des Kapitals abseits der gewohnten Wege bürgerlicher Demokratie zu machen. Eine Vermutung, die ich in der Tat schon länger hege.

Weg von Bürgerbeteiligung, weniger Mitsprachemöglichkeiten, noch weniger basisdemokratische Elemente, hin zu mehr Zentralisation und Machtkonzentration bei den Eliten. Abkopplung der Entscheidungsprozesse von den Subjekten, über die entschieden werden soll. Alles in allem ein Rückschritt hin zu einer Refeudalisierung der Gesellschaft.

Eine Spaltung der Gesellschaft in einen kleinen Klügel aus Arrivierten, Machteliten und ihren Lakeien und eine breite Masse fremdbestimmter, zum Objekt degradierter, in mehr oder weniger prekären Verhältnissen lebender und arbeitender Individuen, die tunlichst noch gesellschaftlich atomisiert und von allen familiären, rein menschlichen Wurzeln gelöst und entfremdeten sein sollten. Arbeitsvieh eben. Bestenfall noch Stimmvieh für den als TV-Show und äußerlich schillernde Seifenblase weiterexistierenden Wahlzirkus einer "repräsentativen Demokratie". (sw)


http://www.onlinezeitung24.de/article/313
http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/kapitalismus/europas-zukunft-die-absolutistische-demokratie-11371481.html
http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/58166?PHPSESSID=87eah7udnn7eps85blt2a6dpm5
http://www.faz-institut.de/publikationen/katalog/weniger-demokratie-wagen
http://www.meinpolitikblog.de/weniger-demokratie-wagen

We need more jobs!

Die SÄCHSISCHE ZEITUNG aus Dresden kritisiert die Lobes-Hymnen auf den Verstorbenen: "Jobs war auf seinen Gebieten genial. Nicht weniger, nicht mehr. Wer um den Hauptlieferanten seines Techno-Spielzeugs trauert wie um Jesus Christus, Martin Luther King und Mahatma Gandhi zusammen, muss sich fragen lassen, ob er noch weiß, was wirklich wichtig ist im Leben."
Wir dürfen ergänzen: die Verblödungsmedien  stellen Apple so dar, als habe Jobs auch noch in den letzten Jahrzehnten in seiner Garage gehockt, als habe der Laden keine F&E-Abteilung, Konstruktion, Fertigung, Zulieferer usw. - allesamt mit  intelligenten Arbeitern und Angestellten besetzt. Führerkult wird eingeübt: Männer machen die Geschichte - und  der alte Schwachsinn  des "Vom Tellerwäscher zum Millionär".