"Ich werde definitiv wieder nach Libyen gehen - Kamis und meine Freunde warten auf mich!" - Ein Interview mit einem russischen Offizier - einem der militärischen Berater Muammar al-Gaddafis. Von Alexander Grigorjew, erschienen am 05. Oktober 2011 auf argumenti.ru, aus dem Russischen ...
Wir trafen uns mit dem ehemaligen Major der Spezialeinheiten Ilya Korenev. Fast sechs Monate verbrachte er neben und mit Oberst Gaddafi und seiner Familie. Er befindet er sich momentan in Lateinamerika zur Behandlung von Verletzungen, die er sich in der libyschen Wüste nahe der Grenze zu Algerien zugezogen hat.
Argumenti.ru: Wie kamen sie nach Libyen? Aus Russland gibt es ja keine offizielle Unterstützung für Gaddafi.
Ilya Korenev: Im Frühjahr trat ich mit einem Handelsauftrag eine Dienstreise nach Algerien an. Durch Kontakte, die durch die Botschaft hergestellt wurden, erreichte ich Muammars (Gaddafis) Hauptquartier. Beinahe unmittelbar danach fingen wir an das Personal der 32ten Brigade, die von Khamis Gaddafi geführt wird, zu verstärken und vorzubereiten. Mit besonderem Augenmerk auf die Ausbildung und das Training für den Nahkampf in städtischer Umgebung. Das Faktum, dass es unmöglich sein wird Tripolis zu halten, wurde uns schon im Juni oder Juli bewußt. Daher wurden die Leute dahingehend ausgebildet, militärische Aktionen in kleinen autonomen Gruppen durchführen zu können, sowohl in der Stadt als auch außerhalb. Die Soldaten und Offiziere der 32ten Brigade sind sehr gut vorbereitet. Einige wurden bei der SAS und in Frankreich ausgebildet. Aber in Libyen genießt die russische Militärschule hohes Ansehen. Die Taktik in kleinen Gruppen zu kämpfen resultiert aus den Erfahrungen im zweiten Weltkrieges und Tschetschenien. Kleine Gruppen von 20-30 Leuten greifen Konvoys des Militärs an, verminen den Boden und bringen sich danach in Sicherheit.
Argumenti.ru: Sie sagen WIR - "WIR" ... ist das Russland oder ist noch jemanden mit ihnen in Libyen?
Ilya Korenev: Natürlich war ich nicht alleine dort. Alles was ich sagen kann ist, dass es noch ein paar unserer Leute bei Gaddafi gibt. Meistens Offiziere im Ruhestand der russischen Armee und Spezialisten der früheren Sowjet-Republiken.
Argumenti.ru: Sie haben nicht geantwortet. Warum wurden sie nach Tripolis geschickt obwohl die russischen Behörden offiziell bekanntgegeben haben, dass Gaddafi zurücktreten muss?
Ilya Korenev: Es ist nicht verboten Leute auf Dienstreise zu schicken- zum Beispiel im Rahmen der militärisch-technischen Zusammenarbeit. Meine Arbeit wird auch eher nach dem Resultat als nach der Planung oder Berichten zu rechter Zeit beurteilt. Profis verstehen, dass der Angriff auf Libyen ein Teil eines Plans ist. Die Nächsten die dran sind sind Syrien, Algerien, Jemen, Saudiarabien, Iran, Zentralasien und Russland. Die Reihenfolge spielt dabei keine Rolle. Russland wird zuletzt an die Reihe kommen.
Russland ist von feindseligen Marionettenregimen umgeben, von Radar und Militärbasen, Leute werden zur Korruption ermuntert, Andersdenkende im Lande nehmen zu.
Wir trafen uns mit dem ehemaligen Major der Spezialeinheiten Ilya Korenev. Fast sechs Monate verbrachte er neben und mit Oberst Gaddafi und seiner Familie. Er befindet er sich momentan in Lateinamerika zur Behandlung von Verletzungen, die er sich in der libyschen Wüste nahe der Grenze zu Algerien zugezogen hat.
Argumenti.ru: Wie kamen sie nach Libyen? Aus Russland gibt es ja keine offizielle Unterstützung für Gaddafi.
Ilya Korenev: Im Frühjahr trat ich mit einem Handelsauftrag eine Dienstreise nach Algerien an. Durch Kontakte, die durch die Botschaft hergestellt wurden, erreichte ich Muammars (Gaddafis) Hauptquartier. Beinahe unmittelbar danach fingen wir an das Personal der 32ten Brigade, die von Khamis Gaddafi geführt wird, zu verstärken und vorzubereiten. Mit besonderem Augenmerk auf die Ausbildung und das Training für den Nahkampf in städtischer Umgebung. Das Faktum, dass es unmöglich sein wird Tripolis zu halten, wurde uns schon im Juni oder Juli bewußt. Daher wurden die Leute dahingehend ausgebildet, militärische Aktionen in kleinen autonomen Gruppen durchführen zu können, sowohl in der Stadt als auch außerhalb. Die Soldaten und Offiziere der 32ten Brigade sind sehr gut vorbereitet. Einige wurden bei der SAS und in Frankreich ausgebildet. Aber in Libyen genießt die russische Militärschule hohes Ansehen. Die Taktik in kleinen Gruppen zu kämpfen resultiert aus den Erfahrungen im zweiten Weltkrieges und Tschetschenien. Kleine Gruppen von 20-30 Leuten greifen Konvoys des Militärs an, verminen den Boden und bringen sich danach in Sicherheit.
Argumenti.ru: Sie sagen WIR - "WIR" ... ist das Russland oder ist noch jemanden mit ihnen in Libyen?
Ilya Korenev: Natürlich war ich nicht alleine dort. Alles was ich sagen kann ist, dass es noch ein paar unserer Leute bei Gaddafi gibt. Meistens Offiziere im Ruhestand der russischen Armee und Spezialisten der früheren Sowjet-Republiken.
Argumenti.ru: Sie haben nicht geantwortet. Warum wurden sie nach Tripolis geschickt obwohl die russischen Behörden offiziell bekanntgegeben haben, dass Gaddafi zurücktreten muss?
Ilya Korenev: Es ist nicht verboten Leute auf Dienstreise zu schicken- zum Beispiel im Rahmen der militärisch-technischen Zusammenarbeit. Meine Arbeit wird auch eher nach dem Resultat als nach der Planung oder Berichten zu rechter Zeit beurteilt. Profis verstehen, dass der Angriff auf Libyen ein Teil eines Plans ist. Die Nächsten die dran sind sind Syrien, Algerien, Jemen, Saudiarabien, Iran, Zentralasien und Russland. Die Reihenfolge spielt dabei keine Rolle. Russland wird zuletzt an die Reihe kommen.
Russland ist von feindseligen Marionettenregimen umgeben, von Radar und Militärbasen, Leute werden zur Korruption ermuntert, Andersdenkende im Lande nehmen zu.