Freitag, 30. Dezember 2011

1000 gute Wünsche

Allen Freunden & Genossen, einfach allen Menschen die mich im letzten Jahr mit ihrer Geduld, ihrem Verständnis, ihrem Rat und ihrer Inspiration unterstützten, mir soviel Kraft & Mut zum Weitermachen gaben und natürlich auch dem gesamten Rest dieser kleinen blauen Erde, wünsche ich ein friedliches, erfolgreiches, gesundes, kämpferisches und glückliches Jahr 2012.
 
Euer Katzenjäger


“Wir sollten das Spiel nicht verloren geben, bevor nicht alle Karten ausgespielt sind.” (Howard Zinn, 2010)

Dunkle Wolken am Horizont

Zur Wahrscheinlichkeit eines neuen Weltkriegs

Eine Reihe von Anzeichen deutet derzeit auf die Möglichkeit eines neuen großen Krieges hin. Die Vermutung, dass es hierzu kommt, werden von unterschiedlichen Beobachtern und Analysten der politischen und ökonomischen Dynamik geäußert. Von der RAND-Corporation, einem Think-Tank, der vom amerikanischen Militär nach dem 2.Weltkrieg etabliert wurde, kam der Hinweis, dass die Probleme der Finanz- und Wirtschaftskrise durch einen Krieg gelöst werden könnten. Obama und Hillary Clinton bemühen sich um eine Verschärfung der strategischen Fronten gegenüber dem Iran und im Pazifik.

Auch Wirtschaftsanalysten nehmen an, dass es aufgrund der desolaten westlichen Ökonomie und ihres Finanzsystems zu einem Krieg kommen könnte und auch der englische Historiker Eric Hobsbawm hält eine solche Perspektive für wahrscheinlich. Neben den Hintergründen, Motivationen und Rahmenbedingungen sind auch die mutmasslichen Schauplätze eines solchen größeren Kriegs bekannt. Seit geraumer Zeit wird von der israelischen sowie von der US-Regierung ein Krieg gegen den Iran vorbereitet, der bei passender Gelegenheit geführt werden soll. Die militärischen Vorberei-tungen sind dabei seit längerer Zeit abgeschlossen. 


Donnerstag, 29. Dezember 2011

Brief an einen Genossen

Lieber Kranich, zuerst einmal eine Entschuldigung dafür, dass ich Dich mit Kommentaren quasi "bombardierte" ;) Ich habe die via Handy gesendet und hatte den Eindruck, dass sie auf Grund eines "Handyproblems" (alter Browser) nicht ankamen. Um es also nochmal zusammenzufassen, es handelt sich bei diesem Personenkreis um die sogenannten Antideutschen, einem reaktionären Spalt- und Zersetzungsprodukt des ehemaligen Kommunistischen Bundes Westdeutschland und anderer Linksradikaler der alten BRD nach 1989.

Zahlenmäßig eher marginal aber in ihrer Wirkung auf die deutsche Linke geradezu verheerend. Einige von denen sind mittlerweile auf eindeutig rechte und rassistische Positionen eingeschwenkt. Besonders kennzeichnend für diese Klientel ist die bedingungslose Unterstützung der aggressiven Politik der Israelischen Regierung sowie der US-Administration in Verbindung mit einer starken Bejahung imperialistischer Kriege. Mittlerweile sind derartige Positionen sogar bis weit in Strukturen der LINKS_Partei hinein eingedrungen. Ich verweise  in diesem Zusammenhang auf den BAK Shalom, sowie Frau Pau und Frau König, um nur einige zu nennen. Auf der anderen Seite der Medaille finden wir Leute wie Broder, Herre von Politically Incorrect oder die Redaktion Bahamas.

Zitat: "Ihr wollt die deutsche Geschichte entsorgen? Wir werden die deutsche Linke entsorgen!"

Das Ergebnis war eine weitere Spaltung und Lähmung der nach 1989 verbliebenen Restlinken. Zahllose Gruppen zerbrachen oder zerfetzten sich in fruchtlosen Gretchenfragen-Diskussionen in Bezug auf Israel und vermeintlichen linken Antisemitismus

Einen ersten Überblick über die Thematik findet sich hier. http://www.trend.infopartisan.net/trd0405/t030405.html

Noch ein paar Bemerkungen zum Thema Arbeiterbewegung. Auch wenn sich, zumindest in den Industrienationen, einige Erscheinungsformen der Kategorie Proletariat verändert haben, so bleibt es dem Wesen nach dennoch erhalten als Klasse derer, die nur ihre Arbeitskraft verkaufen können. Sicher ist dazu weitere intensive Forschungsarbeit notwendig, auch zu der Frage, wie das Proletariat wieder zur Klasse für sich werden kann.

Auch wenn die deutschen Gewerkschaften hoffnungslos opportunistisch und reformistisch verseucht sind, so müssen wir dennoch die Existenz eines wenn auch kleinen, so doch immer noch kämpferischen und auch verstärkt aktiven Flügels anerkennen. Auch wenn es nicht so scheint, die deutsche Arbeiterbewegung lebt noch. Nur ein Beispiel dafür ist der kürzliche Streik an der Charité. Nach einer historisch beispiellosen Niederlage wie 1989 wird es jedoch noch lange dauern, bis sich die Linke in historischer Wirkmächtigkeit neu formieren und zu Wort melden kann. Gerade deswegen ist es unerläßlich, nicht aufzugeben. Ähnliche Phasen gab es auch früher schon. Ich verweise in diesem Zusammenhang an die Jahre nach 1848 in Deutschland bzw 1871 und folgende nach der Pariser Commune.

Rosa's Worte gelten heute mehr denn je. Sozialismus oder Barbarei!

Sicher, das Verhalten vieler Protagonisten des "Deutschen Herbestes 1989" war mehr als einfach nur schäbig. Traurig war auch zu sehen, wie aus einer Partei von 2,5 Mio nominellen Kommunisten in wenigen Monaten nicht mal 200000 ehrliche Genossen übrig blieben, viele leider mit gebrochenem revolutionären Genick, bildlich gesprochen. Aber auch dazu vielleicht ein andermal mehr.

Desweiteren warte ich bereits mit Spannung auf Deine Texte zur Korruption im Realsozialismus. Vielleicht melde ich mich dann wieder etwas auführlicher zu Wort.

Viel Erfolg wünscht der

Katzenjäger

Dienstag, 27. Dezember 2011

Terror Nachtrag

Anbei ein Leserbrief an die Zeitschrift Analyse & Kritik, bezugnehmend auf einen Artikel von Björn Collin. Die dort geäußerten Überlegungen sind bedenkenswert und nicht nur die LINKS_Partei sindern die gesamte deutsche Linke sollte sich die mal hinter den Spiegel stecken!

Liebe Anna, liebe ak-Redaktion, 
in ak - analyse&kritik Nr. 567 vom 16. Dezember 2011 schreibt Björn Collin über die neonazistischen Kernmilieus in den neuen Ländern: 

"Dass der Charakter dieser neonazistischen Kernmilieus von den Behörden systematisch unterschätzt wurde, lässt sich am Beispiel des neonazistischen Netzwerkes Freies Netz zeigen."

Die darauf folgenden Sätze von Björn Collin sprechen jedoch eher für ein absichtliches Dulden durch die Behörden: 

"Aus den Ländern Sachsen und Thüringen heraus entwickelte sich das Freie Netz zur überregionalen, koordinierenden Kampagnenagentur, deren Organisationsprinzip auf der strategischen politischen Planung von neonazistischen Schlüsselpersonen beruhte. Die Landesregierung in Sachsen vertrat die Auffassung, die genannte Struktur verbinde nicht mehr als ein gemeinsamer Internetauftritt. Interne Dokumente belegen jedoch, dass es sich beim Freien Netz um einen organisatorischen Zusammenschluss handelt, der politische Kampagnen plante, Demonstrationen koordinierte und die gezielte Ausübung von Gewalttaten diskutierte."


Zudem: 
Mit mehr als hundert (zugegebenen) V-Leuten in der NPD und x V-Leuten  in der rechten Szene insgesamt kann von einer Unterschätzung aufgrund Kompetenzmangels, Unfähigkeit oder anderer organisatorisch-bürokratischer Defizite in den zuständigen Behörden nicht gesprochen werden. Solcherart Defizite in den Behörden/Ministerien auch nur in Erwägung zu ziehen, ist Selbstbetrug und zeugt von Unkenntnis der Strategie und der Arbeit des politischen Gegners.


Aber auch die Annahme einer aktive Duldung (z.B. amtliche Unterdrückung von strafrechtlich relevanten Informationen, Sabotage der Polizeiarbeit) würde die Vorgänge nicht erklären. Die Wahrheit ist unangenehmer: Die von den Systemparteien beherrschten Behörden/Ministerien schützen das organisierte rechte Milieu nicht nur, sondern unterstützten es. Die von den Systemparteien beherrschten Behörden/Ministerien haben den Auftrag, die Nazi-Strukturen zu schützen und zu kontrollieren. Aber nicht nur das. Die von den Systemparteien beherrschten Behörden/Ministerien haben den Auftrag, die organisierten rassistischen/fremdenfeindlichen Gruppen programmatisch und faktisch zu steuern. Bestimmte Linke sollten langsam mal beginnen, sich dieser Erkenntnis zu stellen. Welche Intentionen verfolgen staatliche Akteure damit? 


Die erste institutionelle Absicht ist die Kontrolle des gewaltbereiten fremdenfeindlich, rassistisch und/oder nationalistisch motivierten Teils der Bevölkerung. Dadurch hat man gleichzeitig die Möglichkeit der Einflussnahme auf die Antifa und die Linkspartei. Es wird dadurch möglich, auch linke Systemkritik zu kanalisieren und Aktivisten zu beschäftigen und somit  zu lenken. Die linke Opposition wird hinsichtlich ihrer Ressourcen und ihrer Aufmerksamkeit politisch an eine bestimmte Auseinandersetzung gebunden. Ein Effekt ist dann, dass andere notwendige Fragen – der gesellschaftliche Hauptwiderspruch und der aktive Kampf gegen Militarismus und Imperialismus – zu kurz kommen, bzw. gar nicht mehr gewollt werden.


Wer sind eigentlich die Akteure? Dazu fehlt in Collins Text jeder Hinweis. Arbeitet doch bitte mit an einer Überwindung von Wunschdenken und linken Phantasmagorien.  Wie wäre es überdies mit einer selbstkritischen Hinterfragung der Vorstellung, wonach durch Blockaden und Besetzungen  von öffentlichen Plätzen (z.B. im Februar 2011 in Dresden) irgendwie Fortschritte im Kampf gegen Rechts erzielt werden könnten? Selbst wenn Nazi-Aufmärsche durch Blockaden verhindert werden: Nazistrukturen sind nicht auf diese Demonstrationen angewiesen, auch ohne Aufmärsche und Demos halten Nazistrukturen sich am Leben und gedeihen durch die typische Sozialstruktur, Bildungslücken, Schulschließungen, Gemeindegebietsreformen, die Verelendung, die Brutalisierung in der ostdeutschen Provinz – nachhaltig und durch amtlich-behördliche Einflussnahme. Mit Antifa-Demos gegen Rechtsterrorismus? Da war die symbolische Besetzung des Thüringer Landesamtes für Verfassungsschutz in Erfurt am 15. Dezember 2011 schon sinnvoller.


Eines steht jedenfalls fest. Für die sächsischen Akteure dieses Treibens verhalten sich Die Linken wie gewünscht und vorbildlich unpolitisch. Die Partei Die Linke lässt sich offensichtlich vorführen und glaubt anscheinend, Antifa-Aktionismus sei linke Politik. Es gibt die begründete Vermutung, dass Antiglobalismus und Antiimperialismus viele Jahre in der ostdeutschen Linken keine Chance hatten, weil diese notwendige Systemkritik den Rechten überlassen wurde. Oder überlassen werden wollte? Auch das wäre im Interesse der Akteure in den Sümpfen (Konzerne, Nato, Systemparteien).


Sorry für die deutlichen Worte